Ich stimme der Ansicht zu, dass Windows seit der 8er Version und der damit einergehenden Abkehr von einem logik- zu einer Art kontextgebundenen Bedienkonzept, das in irritierender Weise in hohem Maße Konsistenz vermissen lässt, sich immer weniger für Personen eignet, die in Strukturen denken. Was für den Einsteiger und wenig ambitionierten Alltagsnutzer, der ggf. einen Dritten zur Problemlösung an der Hand hat, eine Erleichterung darstellt, ist für Logiker und Menschen, die sich Dinge durch das einmalige Erlernen von strukturellen Konzepten aneignen, eine Katastrophe. Kurz und emotional ausgedrückt empfinde ich es als Informatiker und mit 30 Jahren Erfahrung mit unterschiedlichsten Betriebsystemen als puren Mindfck, wenn zahlreiche Systemeinstellungen lediglich als Verlinkung an Stellen zu finden sind, wo sie vom logischen Kontext her nicht hineinpassen und man obendrein von Update zu Update Anwendungen umbenennt, was die Suchfunktion ad absurdum führt, oder sie in andere Menüs verschiebt. Man könnte meinen, MS möchte sich den unzureichend kompetenten Nutzer dauerhaft erhalten.
Und zu dem Thema, dass niemand gezwungen werden würde, MS-Windows zu nutzen. Bei einer Marktdurchdringung von über 90 Prozent müsste man sich in eine Höhle verkriechen, um niemals mehr ein MS-Windows als Arbeitsgrundlage vorgesetzt zu bekommen.
Die Vorstellung, dass das Bedienkonzept seit Windows8 der hohen Zunahme an Komplexität des Systems geschuldet sei, ist in etwa so, als ob man mit dem Umbau einer privaten Büchersammlung zu einer Bibliothek die Regale durch mit buntem Edding beschriftete Umzugskartons ersetzen würde, deren Index man obendrein aller 6 Monate umordnet.