Hallo GOLF,
Der starke Einbruch der Resynchronisationsgeschwindigkeit in Storage Spaces Direct tritt meistens dann auf, wenn SMB Direct wegen fehlender oder falsch gesetzter Datenflusssteuerung nicht mehr zuverlässig über RoCEv2 arbeiten kann und deshalb auf normales TCP/IP zurückfällt. Sobald PFC oder ETS auf den physischen Adaptern nicht korrekt konfiguriert sind, kommt es im Cluster‑Netz zu Paketverlusten. In diesem Moment bricht der Kernel‑Treiber die verlustfreie RDMA‑Übertragung ab, und die Replikation läuft nur noch über den softwarebasierten TCP‑Stack – deutlich langsamer.
Um das wieder in Ordnung zu bringen, aktivieren Sie zuerst in einer administrativen PowerShell Enable‑NetAdapterQos für die Cluster‑Interfaces. Stellen Sie anschliessend sicher, dass mit Set‑NetQosDcbxSetting -Willing 0 die lokale QoS‑Konfiguration Vorrang hat und nicht durch fehlerhafte LLDP‑Pakete überschrieben wird. Danach definieren Sie die Verkehrsklasse neu, zum Beispiel mit New‑NetQosTrafficClass -Name SMB -Priority 3 -BandwidthPercentage 50 -Algorithm ETS, und schalten die priorisierte Flusskontrolle über Enable‑NetQosFlowControl -Priority 3 ein.
Zum Schluss prüfen Sie mit Get‑NetAdapterRdma und einem Test‑NetConnection, ob die RDMA‑Schnittstellen wieder korrekt funktionieren und SMB Direct aktiv genutzt wird. Wenn die Resynchronisation danach wieder normal läuft, freut es mich, wenn Sie die Antwort als hilfreich markieren.
Tracy Le.