Hallo,
das Verhalten, das Sie beschreiben, hängt mit den Startoptionen der virtuellen Maschinen im Hyper‑V zusammen. Standardmäßig prüft Hyper‑V beim Hoststart die Konfiguration jeder VM und startet sie abhängig von den eingestellten „Automatischen Startaktionen“. Wenn diese auf „Automatisch starten, wenn der Dienst gestartet wird“ gesetzt sind, laufen die VMs sofort los – auch wenn der Host noch im Update‑Prozess steckt.
Um das zu ändern, öffnen Sie den Hyper‑V Manager, wählen die betreffende VM aus, gehen in die Einstellungen und dort in den Bereich „Automatische Startaktion“. Setzen Sie die Option auf „Nichts unternehmen“. Damit wird die VM nach einem Hostneustart nicht automatisch gestartet. Sie können alternativ auch „Automatisch starten, wenn der Computer unerwartet heruntergefahren wurde“ wählen, falls Sie nur Crash‑Recovery abdecken möchten.
Wichtig ist: Es gibt keine Einstellung, die den Start explizit verzögert, bis Windows Server 2025 vollständig hochgefahren und alle Updates abgeschlossen sind. Hyper‑V kennt nur die drei Optionen (Nichts tun, Immer starten, Starten bei unerwartetem Shutdown). Wenn Sie ein verzögertes oder gestaffeltes Starten benötigen, müssten Sie ein eigenes PowerShell‑Skript oder eine geplante Aufgabe einsetzen, die nach dem erfolgreichen Booten des Hosts die VMs gezielt startet. Ein typisches Vorgehen ist, im Task Scheduler ein Skript mit Start-VM -Name <VMName> zu hinterlegen, das nach „Beim Systemstart“ oder „Bei Anmeldung“ mit einer Verzögerung von einigen Minuten ausgeführt wird.
Damit erreichen Sie, dass die VMs erst dann hochfahren, wenn der Server den Update‑Prozess abgeschlossen hat und die Dienste stabil laufen.
Ich hoffe, Sie haben hier etwas Nützliches gefunden. Wenn es Ihnen hilft, mehr Einblick in das Problem zu bekommen, wäre es schön, die Antwort zu akzeptieren. Sollten Sie weitere Fragen haben, hinterlassen Sie gerne eine Nachricht. Einen schönen Tag noch!HP.