Wie stelle ich sicher, dass bei Azure Text-to-Speech mein Lexikon auch sicher für die Spracherstellung benutzt wird?

HA 0 Zuverlässigkeitspunkte
2026-06-01T09:07:32.2+00:00

Im Azure Speech Studio Text-to-Speech habe ich eine Lexikon-Datei erstellt, mit speziellen Ausspracheregeln. Obwohl ich dieses Lexikon im Speech-Studio auswählen und bestimmten Wörten zuordnen kann, werden die Ausspracheregeln aus dem Lexikon nicht angewendet. Wie kann ich sicher stellen, dass sie angewendet werden?

Azure Speech in Foundry Tools

1 Antwort

Sortieren nach: Am hilfreichsten
  1. Martin Egli 545 Zuverlässigkeitspunkte
    2026-06-04T07:24:39.9333333+00:00

    Die wichtigste Aussage ist: Das Lexikon muss nicht nur in Speech Studio existieren, sondern auch mit der aktuell abgespielten oder exportierten Audio-Datei wirksam verknüpft sein. Wenn Sie es in der Oberfläche sehen, aber die Aussprache nicht geändert wird, liegt es meistens an Zuordnung, Sprache/Voice, Schreibweise oder daran, dass noch eine alte Version/Vorschau abgespielt wird.

    Ich würde es ohne Code so prüfen:

    1. Öffnen Sie den Text in Audio Content Creation erneut und prüfen Sie, ob genau dieses Lexikon diesem Text bzw. der betroffenen Stelle zugewiesen ist.
    2. Speichern Sie die Datei nach der Zuordnung noch einmal.
    3. Stoppen Sie die Wiedergabe vollständig und starten Sie die Vorschau neu. Microsoft beschreibt, dass Änderungen erst nach erneutem Abspielen neu synthetisiert werden.
    4. Prüfen Sie, ob die Sprache des Lexikons zur Stimme passt, z.B. de-DE Lexikon mit einer deutschen de-DE Stimme. Microsoft dokumentiert, dass ein Custom Lexicon nur für seine Locale gilt.
    5. Prüfen Sie die exakte Schreibweise. Lexikon-Einträge sind case-sensitive. Ein Eintrag für Contoso gilt also nicht automatisch für contoso.
    6. Falls Sie das Lexikon gerade geändert haben: warten Sie bis zu etwa 15 Minuten und testen Sie erneut. Microsoft dokumentiert, dass Custom Lexicons beim ersten Laden per URI zwischengespeichert werden können.
    7. Wenn Sie ganze Wortgruppen ändern möchten, testen Sie zuerst ein einzelnes Wort. Microsoft dokumentiert Einschränkungen bei Phrasen; für Phrasen kann ein Alias-Zwischenschritt nötig sein.

    Ein sehr guter Kontrolltest ist dieser: Erstellen Sie eine kurze neue Testdatei mit nur einem Satz und nur einem problematischen Wort. Weisen Sie dort dasselbe Lexikon zu. Wenn es dort funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich an der Zuordnung im ursprünglichen Text oder an der gespeicherten Version. Wenn es dort auch nicht funktioniert, liegt es eher am Lexikon selbst, z.B. Sprache, Schreibweise, Phonem/IPA oder Dateiformat.

    Wenn Sie sich die SSML-Ansicht zutrauen, müssen Sie dort nichts programmieren. Nutzen Sie sie nur als Kontrolle: In der Datei sollte ein Hinweis bzw. eine Referenz auf das Lexikon auftauchen. Microsoft beschreibt in der FAQ, dass in Audio Content Creation eine Lexikon-Datei über die SSML-Datei referenziert wird. Wenn in der SSML-/Quellansicht gar keine Lexikon-Referenz vorhanden ist, wird das Lexikon für diese Synthese sehr wahrscheinlich nicht angewendet.

    Falls beim Export eine Aufgabe erzeugt wird, prüfen Sie auch die Task-Details. Microsoft weist darauf hin, dass fehlgeschlagene Export-Aufgaben Detailinformationen enthalten. Das ist hilfreich, wenn die Vorschau anders wirkt als der Export.

    Kurz gesagt: Erst mit einer sehr kurzen Testdatei prüfen, dann Sprache/Voice, exakte Schreibweise, gespeicherte Lexikon-Version und erneutes Abspielen kontrollieren. Erst wenn diese Punkte passen und das Lexikon weiterhin ignoriert wird, würde ich mit Screenshot der Lexikon-Zuordnung, Stimme, Sprache und einem Beispielwort einen Supportfall eröffnen.

    Relevante Dokumentation:

    Offenlegung: Dieser Antwortentwurf wurde mit Unterstützung von ChatGPT erstellt und anhand der oben verlinkten Microsoft-Dokumentation geprüft.

    War diese Antwort hilfreich?

    0 Kommentare Keine Kommentare

Ihre Antwort

Antworten können von Fragestellenden als „Angenommen“ und von Moderierenden als „Empfohlen“ gekennzeichnet werden, wodurch Benutzende wissen, dass diese Antwort das Problem des Fragestellenden gelöst hat.