Unregelmäßiger Bluescreen im Betrieb - Bad Pool Caller – BC-Code 02 (Minidump+MSinfo inside)

Anonym
2022-08-15T23:11:27+00:00

Hallo,

ich habe ein zunehmendes Problem (zeitliche Abstände werden kürzer, deutet ja i.d.R. auf einen Hardwareschaden hin) mit Bluescreens. Ich nutze aber noch aus einem speziellen Grund auf diesen Rechner Windows 7. Das soll auch so bleiben. Seit dem vorletzten Bluescreen habe ich das noch mal per Hand upgedatet. Bitte keine Empfehlung auf Windows 10 umzusteigen - bei diesen Rechner nicht, der bis vor kurzem auch mit Win7 problemlos lief.

Nach dem vorletzten Bluescreen vom 10. August habe ich noch mal so gut wie alles upgedatet. Chipsatztreiber und Gefolge, Grafikkarte, Windows etc.

Im Bluescreen-Viewer habe ich mir das auch mal angesehen. Die Problemdateien sind die ks.sys und die ntoskrnl.exe mit unterschiedlichen Zusätzen.

Hauptkomponenten sind:

Netzteil:  BeQuiet DARK POWER PRO 10 | 550W CM
Mainboard: ASUS X99-E-10G WS
CPU: INTEL Xeon E5-1650v4

Grafikkarte: MSI RTX 2080 Ti (MS-V371)
reg RAM: 2x Kingston KVR24R17S4/16MA Arbeitsspeicher (16 GB)
CPU-Kühler: Scythe SCMG-5PCGH
HD: SSD Samsung 960 PRO MZ-V6P2T0BW + 4 weitere SATA SSDs + 3 weitere HDD

Memtest habe ich 20 Stunden laufen lassen ... ohne Fehleranzeige. Windows Speicherdiagnose 2x2 Durchläufe Standard. Ich habe alle relevanten Minidumps in die Zip gepackt und auch eine MSinfo verlinkt.

Minidump: https://1drv.ms/u/s!AqKvTNI8CMs7arGV4aEeiCJfd5Q MSinfo: https://1drv.ms/u/s!AqKvTNI8CMs7a3-vSclSIb84F3Y?e=JVDTio

Es wäre schön, wenn sich Fachleute melden würden. Jetzt so sinnlos anzufangen Hardware auszutauschen habe ich eigentlich keine Lust, zumal das keine Garantie zur Problembehebung ist.

MfG Frank

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  1. Anonym
    2022-08-22T16:04:42+00:00

    Hmm, am Anfang kommt aber eine Fehlermeldung. Das ist eine Testpartition mit WIN7 ohne Pflege. Da schaue ich mir Unbekanntes vorher an, bevor es an passender Stelle installiert wird oder nicht.

    Sieh es dir mal an, ob es funktioniert hat? Funktioniert hier der BBCode?

    https://1drv.ms/t/s!AqKvTNI8CMs7fpi36tUaI4dg0bI?e=vKcADr

    Edit: Die Prof8000.sys war immer noch im Treiberverzeichniss ... die habe ich jetzt mal manuell gelöscht.

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  2. Ingo Böttcher 158.1K Zuverlässigkeitspunkte
    2022-08-22T15:24:49+00:00

    Du öffnest die Crashdump-Datei im Debugger. Normalerweise wird dir der erste Befehl schon vorgeschlagen: !analyze -v

    Damit findet erst einmal eine grundlegende Analyse statt und oft sieht man dann schon, was los ist oder in welche Richtung es geht. Ansonsten kann man sich die letzten Befehle des Threads vor dem Crash halt mit !thread anzeigen lassen.

    Die notwendigen Symbolfiles lädt der Debugger automatisch herunter, so sie denn vorliegen (ist nur bei Windows selbst der Fall). Damit bekommt man zumindest einen groben Überblick, was passiert. Ansonsten sind meist die !sysinfo Befehle noch interessant, wenn man nicht eh vor dem problematischen Gerät sitzt.

    Ansonsten kannst du hier weiter einsteigen:

    Analyze crash dump files by using WinDbg - Windows drivers | Microsoft Docs

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  3. Anonym
    2022-08-22T15:14:56+00:00

    Im Windows Debugger mit dem Befehl !thread sieht man die letzten Befehle in umgekehrter Reihenfolge, die auf dem Stack ausgeführt wurden. Da ist dann immer ein Aufruf des Prof8000 Treibers zu sehen, bevor der BAD POOL CALLER Crash kommt.

    Kannst du mir das mal kurz näher erklären, ich möchte mir das auch mal gern ansehen. Ich habe mir jetzt das Windows Debuggingtool erst mal auf einer anderen Partition installiert, um mir das anzuschauen. Wie genau geht es weiter? Ich hätte gedacht ohne jegliche Ahnung die Minidump öffnen und dann, wenn überhaupt ...?

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  4. Anonym
    2022-08-17T20:49:56+00:00

    Schutz vor Meltdown und Spectre. Was sonst? ;-)

    Normalerweise sage ich dazu: Feigling :-)). Ich habe wirklich keine Angst, dass sich M & S für meinen Rechner interessieren. Aber ich weiß genau, dass dieser Patchwahnsinn damals viel Mist und zudem noch deutlich langsamere System hervorgebracht hat. Jeder wie er (nicht) will.

    Es ist schwierig und zeitaufwändig, Probleme in so einem über lange Zeit gewachsenen System zu finden. Ich hab einfach mal abgewartet, ob sich neue Details ergeben. Bisher hab ich auch noch nicht rauslesen können, ob denn jetzt nach dem Entfernen der DVB-S Karte die Probleme noch da sind. Es lohnt ja keine weitere Suche, wenn es gar nicht mehr crasht.

    Normalerweise geht man schrittweise vor. Man testet einen Schritt und schaut, ob es das Problem beeinflusst. Wenn nicht, geht man den nächsten Schritt. Ihr reißt da aber grad gemeinsam diverse Baustellen auf. Am Ende weiß dann niemand mehr, was jetzt funktioniert hat oder was nicht. Da warte ich dann lieber mal etwas ab. :-)

    Ich warte ja auch ab, da es aber mehrere Sachen zu beheben gab, habe ich einige in einem Rutsch gemacht. Jetzt warte ich auf den (hoffentlich nicht) Bluescreen. Wenn doch, würde ich als nächstes die Netzwerktreiber und Kaspersky komplett "tiefenentfernen". Die Firewall wäre eigentlich noch die einzige Softwarewahrscheinlichkeit. Zur Not könnte ich auch mal per Backup auf etliche Wochen vor dem ersten Crash gehen. Wenn es ein Hardwareproblem wäre, müsste es es weiter crashen.

    Das würde aber nicht dazu führen, dass zu drei Vierteln der exakt gleiche Bluescreen im selben Treiber auftaucht. Defekte Netzteile zeigen sich durch allgemeine Instabilitäten oder Probleme meist gerade beim Anschalten des Gerätes. Falls überhaupt Bluescreens im Zusammenhang mit der Stromversorgung auftauchen, sind das normalerweise immer völlig unterschiedliche Codes und nichts verweist mehrfach in die gleiche Ecke.

    Ich nutze seit 1993 intensiv Computer + Internet und ich hatte auch nur 1 defektes Netzteil. Das war ein passives von Antec und die Kühlleistung hat einfach nicht ausgereicht. Und ja, der abgebrochene Bootvorgang war das Initialmerkmal. Ich halte viel von bequiet, aber auch da gibt es Ausnahmen und Defekte.

    Was die Virtualisierung angeht: dein Virtualisierer setzt auf dem laufenden Betriebssystem auf. Der ist auch "nur" ein Programm, welches seinerseits auf die Ressourcen des Systems über das Host-Betriebssystem zugreift. Ein Crash des Hostsystems bei Nutzung einer VM sagt also erst einmal nicht so viel aus.

    Okay. Aber wie willst du herausfinden oder woraus schließt du, ob wirklich das Host-Systen- WIN7 gecrasht ist? Ich habe einige Zeit mit dieser Bluescreenmeldung zugebracht und von RAM-Fehler über defekte CPU bis hin zum hängenden Gehäuselüfter, der dadurch zu viel Strom zog und somit den Crash verursachte, war alles dabei. Nur kein Treiberproblem.

    Wer interessiert ist, kann sich ja trotzdem mal die ausführliche SystemInfo ansehen.

    https://1drv.ms/u/s!AqKvTNI8CMs7fX9g6hAhgdhuyTo?e=55cJxf

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  5. Ingo Böttcher 158.1K Zuverlässigkeitspunkte
    2022-08-17T19:50:44+00:00

    Ein BIOS-Update inkl. der eventuellen Meltdown und Spectre-Verschlimmbesserungen mache ich nicht. Das kenne ich schon aus der Firma und von anderen und was dabei rauskam.

    Schutz vor Meltdown und Spectre. Was sonst? ;-)

    Grundsätzlich stimme ich dir ja zu: da das OS sich nicht verändert hat, gibt es ja erst einmal wenig Gründe, das BIOS zu verändern. Wenn es bisher lief, sollte es das auch weiter tun. Du hast jetzt allerdings einiges an Treibern etc. aktualisiert. Man müsste mal ins Changelog der BIOS-Versionen zwischen deiner und der aktuellsten Version reinschauen, ob es da noch weitere Fixes gab.

    Am Ende seh ich das so: BIOS-Entwicklung kostet Geld und die Hersteller bringen keine Updates ohne Grund. Da ich meist nicht genau beurteilen kann, ob solche Updates notwendig sind oder nicht, spiele ich die Updates ein, wenn sie verfügbar sind.

    Ingo hat sich ja leider aus der Diskussion verabschiedet; er meinte ja, vermutlich kein Hardwareproblem.

    Es ist schwierig und zeitaufwändig, Probleme in so einem über lange Zeit gewachsenen System zu finden. Ich hab einfach mal abgewartet, ob sich neue Details ergeben. Bisher hab ich auch noch nicht rauslesen können, ob denn jetzt nach dem Entfernen der DVB-S Karte die Probleme noch da sind. Es lohnt ja keine weitere Suche, wenn es gar nicht mehr crasht.

    Normalerweise geht man schrittweise vor. Man testet einen Schritt und schaut, ob es das Problem beeinflusst. Wenn nicht, geht man den nächsten Schritt. Ihr reißt da aber grad gemeinsam diverse Baustellen auf. Am Ende weiß dann niemand mehr, was jetzt funktioniert hat oder was nicht. Da warte ich dann lieber mal etwas ab. :-)

    So ganz bin ich da nicht dieser Meinung. Nach wie vor würde ich meinen, dass das Netzteil im Fall des Falles der Favorit wäre

    Das würde aber nicht dazu führen, dass zu drei Vierteln der exakt gleiche Bluescreen im selben Treiber auftaucht. Defekte Netzteile zeigen sich durch allgemeine Instabilitäten oder Probleme meist gerade beim Anschalten des Gerätes. Falls überhaupt Bluescreens im Zusammenhang mit der Stromversorgung auftauchen, sind das normalerweise immer völlig unterschiedliche Codes und nichts verweist mehrfach in die gleiche Ecke.

    Was die Virtualisierung angeht: dein Virtualisierer setzt auf dem laufenden Betriebssystem auf. Der ist auch "nur" ein Programm, welches seinerseits auf die Ressourcen des Systems über das Host-Betriebssystem zugreift. Ein Crash des Hostsystems bei Nutzung einer VM sagt also erst einmal nicht so viel aus.

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