Hallo,
die von Ihnen genannten Fehlerereignisse (4208, 4204) sind klassische Anzeichen dafür, dass das Staging-Kontingent erschöpft ist. Die Lösung besteht darin, den Staging-Ordner entsprechend zu vergrößern.
Als allgemeine Best Practice sollte der Staging-Ordner so dimensioniert werden, dass er mindestens die Summe der größten Dateien innerhalb des Replikationssatzes aufnehmen kann. Eine gängige Formel ist, das Kontingent auf etwa das 1,5-Fache der Größe der größten Datei oder auf die kombinierte Größe der größten 10 % der Dateien festzulegen – je nachdem, welcher Wert größer ist. Dadurch wird sichergestellt, dass DFSR große Dateien ohne Überschreitung des Kontingents für das Staging und die Replikation vorbereiten kann.
Um die Kontingente neu zu konfigurieren, können Sie PowerShell mit folgendem Befehl verwenden:
Set-DfsrMembership -GroupName <Group> -FolderName <Folder> -StagingPathQuotaInMB <Value>
Alternativ können Sie den älteren Befehl verwenden:
dfsradmin membership set /rgname:<Group> /rfname:<Folder> /quota:<Value>
Mit diesen Befehlen können Sie die Kontingente für einzelne Mitglieder oder für die entsprechende Replikationsgruppe anpassen. Nach der Änderung des Kontingents empfiehlt es sich, den Staging-Ordner mit dfsrdiag cleanup zu bereinigen, damit DFSR die Staging-Daten sauber neu aufbauen kann.
Für eine optimale Performance sollte der Staging-Ordner auf einem dedizierten Volume mit ausreichend freiem Speicherplatz liegen, insbesondere wenn Dateien im Bereich von 50 GB oder mehr verarbeitet werden. Dadurch werden Konflikte mit dem Systemlaufwerk vermieden und das Risiko einer Fragmentierung reduziert. Überwachen Sie nach der Anpassung des Kontingents stets die DFSR-Protokolle, um sicherzustellen, dass die Replikation wieder ordnungsgemäß läuft.
Ich hoffe, diese Erklärung gibt Ihnen eine klare Vorgehensweise, um das Staging-Kontingent sicher zu berechnen und zu konfigurieren. Wenn diese Erklärung hilfreich war, klicken Sie bitte auf „Accept Answer“.
Jason