Hallo Ciao Lukas,
Wenn nach einem Treiberupdate der Bare-Metal-Server beim iSCSI-Boot hängen bleibt, liegt das immer daran, dass die iSCSI Offload-Parameter (iSOE) im NIC-Treiber zurückgesetzt wurden. Die korrekte Wiederherstellung erfolgt zweistufig: Zunächst in der NIC-Firmware selbst, wo du im Boot-ROM-Setup den Initiator-IQN, die Ziel-Portal-IP, LUN und CHAP-Credentials neu einträgst. Diese Werte müssen exakt mit der SAN-Konfiguration übereinstimmen, sonst kann der Bootprozess nicht fortgesetzt werden.
Auf der Windows-Seite werden die iSCSI-Bootparameter in der Registry unter HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\Interfaces\<GUID> sowie unter HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\iSCSI\Parameters abgelegt. Dort müssen die Einträge für InitiatorName, TargetName und BootTarget korrekt gesetzt sein. Nach der Wiederherstellung solltest du mit iscsicli ListPersistentTargets prüfen, ob die Verbindung sauber registriert ist. Vor einem Neustart empfiehlt es sich, den iSCSI Initiator Service zu stoppen und neu zu starten, anschließend mit iscsicli QAddTargetPortal und iscsicli QLoginTarget die Verbindung testweise aufzubauen.
Wenn die Firmware-Parameter und die Registry-Einträge konsistent sind, wird der Knoten beim nächsten Booten den iSCSI-Pfad korrekt initialisieren. Sollte der Treiber erneut die Werte verlieren, ist ein Update auf eine stabilere Version oder ein Rollback zwingend erforderlich, da Microsoft keine alternativen Persistenzmechanismen für iSOE bereitstellt.
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Domic.