Hallo,
das Verhalten, das Sie beschreiben, ist typisch für Umgebungen, in denen der DHCP-Server nicht korrekt im Namen der Clients DNS-Updates durchführt. Windows-Clients registrieren ihre Einträge selbst, während Linux- und macOS-Systeme dies nicht tun. Wenn DHCP nicht mit den richtigen Anmeldeinformationen und Option‑81‑Einstellungen konfiguriert ist, bleiben A- und PTR‑Records unvollständig, was die Event ID 1056 erklärt.
Best Practice ist, dem DHCP-Server ein dediziertes Dienstkonto mit minimalen, aber ausreichenden Rechten zuzuweisen. Dieses Konto muss Schreibrechte in der betreffenden AD‑integrierten DNS‑Zone haben. Sie konfigurieren es in der DHCP‑Konsole unter IPv4 → Eigenschaften → Erweitert → Anmeldeinformationen für dynamische DNS‑Updates. Verwenden Sie ein Domänenkonto, das ausschließlich für diesen Zweck vorgesehen ist, und ändern Sie das Kennwort regelmäßig.
Für Option 81 gilt: Stellen Sie sicher, dass der DHCP‑Server so konfiguriert ist, dass er immer die DNS‑Updates im Namen der Clients durchführt. In den Eigenschaften des DHCP‑Servers unter DNS aktivieren Sie „Immer dynamische DNS‑Updates durchführen“ und „A- und PTR‑Records aktualisieren“. Damit übernimmt der Server die Registrierung auch für Clients, die selbst keine Updates senden. Zusätzlich sollten Sie „Alte Einträge entfernen, wenn Lease gelöscht wird“ aktivieren, um veraltete Records zu vermeiden.
Nach der Anpassung empfiehlt es sich, die DNS‑Zone mit dnscmd /enumrecords oder PowerShell (Get-DnsServerResourceRecord) zu prüfen, ob neue Leases korrekt eingetragen werden. Wenn die Event ID 1056 weiterhin erscheint, liegt meist ein Berechtigungsproblem vor – dann sollten Sie die ACLs der Zone im DNS‑Manager kontrollieren und sicherstellen, dass das Dienstkonto dort explizit Schreibrechte hat.
Domic Vo.