Hallo,
auf Grundlage der von Ihnen beschriebenen Symptome deutet die Kombination aus starkem CPU-Throttling und Fehlern bei der Lüfterdiagnose sehr stark darauf hin, dass die Ursache eher im Kühlungssubsystem als im Prozessor selbst liegt.
Ich würde zunächst eine vollständige Hardware-Diagnose mit den integrierten Diagnosetools des OEM-Herstellers durchführen. Dabei sollte insbesondere auf die Lüfterfunktion, Temperatursensoren und den Zustand des System Boards geachtet werden. Parallel dazu sollten Sie die BIOS-/UEFI-Hardware-Event-Logs auf thermische oder lüfterbezogene Warnungen überprüfen. Diese Logs können dabei helfen, intermittierende Hardwarefehler zu erkennen, die unter Windows möglicherweise nicht sichtbar sind.
Um die Ursache systematisch einzugrenzen, sollte die Kühlungseinheit auf folgende Punkte überprüft werden:
- Staubablagerungen und verschmutzte Kühlkörper
- Blockierte Lüftungsschlitze
- Beschädigte Lüfterblätter
- Lose oder fehlerhafte Lüfteranschlüsse
- Ungewöhnliche Lüftergeräusche
- Auffälligkeiten bei der Lüfterdrehzahl
Wenn die Hardware-Diagnose einen Lüfterfehler meldet oder die Temperaturen bereits bei geringer Systemlast ungewöhnlich hoch bleiben, würde ich zusätzlich den Anpressdruck des Kühlkörpers sowie den Zustand des Thermal Interface Materials (TIM) zwischen Prozessor und Kühlkörper überprüfen.
Außerdem ist es wichtig sicherzustellen, dass die neuesten BIOS-, Firmware- und Chipsatz-Updates installiert sind. Veraltete Firmware kann in bestimmten Fällen das Verhalten des Thermal Managements beeinflussen.
Während der Tests empfiehlt es sich, CPU-Temperatur, CPU-Taktrate und Lüfterdrehzahl unter Last zu überwachen. Dadurch lässt sich feststellen, ob das System aufgrund einer unzureichenden Kühlleistung in einen Thermal-Protection-Modus wechselt und deshalb die CPU-Frequenz stark reduziert.
Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen bei der weiteren Eingrenzung des Problems. Wenn diese Antwort hilfreich war, klicken Sie bitte auf „Accept Answer“.
Jason